Zuletzt aktualisiert: 2026-07-09
AirDrop existiert nur in Apples Welt, was allen anderen — Windows, Linux, Android und jedem Haushalt mit gemischten Geräten — kein eingebautes Äquivalent lässt. Diese Anleitung zeigt die nächste Alternative zu AirDrop für Nicht-Apple-Geräte: eine Webseite auf beiden Seiten öffnen, und die Datei bewegt sich einfach.
Es funktioniert unabhängig von der Plattform gleich, deckt also auch den Fall ab, den AirDrop nie gut behandelt: ein Windows-Laptop, ein Linux-Desktop und ein Android-Handy im selben Raum — oder alle drei plus ein iPhone dazu.
Das ist der Alltagsfall, für den AirDrop gebaut ist, und Relayium erreicht dasselbe ohne App aus irgendeinem Store.
AirDrop funktioniert nur in der Nähe — verlässt man die Bluetooth-/WLAN-Reichweite, ist Schluss. Der zweite Modus von Relayium schließt genau diese Lücke: zwei Geräte in völlig unterschiedlichen Netzwerken, überall auf der Welt.
Der Absender meldet sich an und erhält einen kurzen Pairing-Code (mit Beitrittslink und QR-Code); der Empfänger gibt ihn ein, scannt den QR-Code oder öffnet den Link — und braucht dabei nie ein Konto. Die beiden Geräte verbinden sich dann direkt, sobald es die Netzwerke zulassen; ist ein direkter Weg nicht möglich, weicht der verschlüsselte Datenstrom auf ein TURN-Relay aus, das nur Chiffretext sieht, sodass es die ganze Strecke Ende-zu-Ende-verschlüsselt bleibt. Eine abgebrochene Verbindung kann fortgesetzt statt neu gestartet werden.
Beide obigen Modi sind Echtzeitübertragungen und nutzen dieselbe Verschlüsselung: Ein X25519-Schlüsselaustausch leitet einen Schlüssel für AES-256-GCM pro Block ab, ausgehandelt nur zwischen den beiden Geräten. Beide Seiten zeigen denselben sechsstelligen Prüfcode (einen Short Authentication String), sodass du bestätigen kannst, dass niemand dazwischensitzt, und jede Datei wird per SHA-256-Hash Ende-zu-Ende geprüft.
In diesem Modus wird nichts auf einem Server gespeichert — es existiert nur für die Dauer der Übertragung. Relayium ist quelloffen unter der MIT-Lizenz auf github.com/relayium/relayium, die Mechanik ist also prüfbar statt eine Blackbox.
Da die Datei nie auf einem Server landet, gibt es kein Upload-Kontingent — die echte Grenze hängt davon ab, welcher Browser empfängt. Unter Windows, Linux oder Android mit Chrome oder Edge streamen eingehende Daten direkt auf die Festplatte, mehrere Gigabyte große Dateien sind also kein Problem. Bei Firefox oder einem iOS-Safari-Empfänger in einer gemischten Umgebung wird die Datei stattdessen im Arbeitsspeicher gepuffert, halte solche Übertragungen also unter etwa 200 MB.
Ordner funktionieren ebenfalls: Wähle am Desktop (nicht unter iOS) einen Ordner, relative Pfade bleiben erhalten. Kann der empfangende Browser direkt in ein gewähltes Verzeichnis schreiben (Chrome, Edge), landen die Dateien dort; sonst (Firefox, Safari) kommt der gesamte Ordner als eine .zip-Datei an, die sich zur selben Struktur entpackt.
Nein — AirDrop ist Apple-Geräten vorbehalten, und Apple hat nie einen Windows- oder Android-Client herausgebracht. Relayium ist eine browserbasierte Alternative: Öffne relayium.com auf beiden Geräten, und es funktioniert unabhängig von der Plattform gleich, auch bei gemischten Apple-/Nicht-Apple-Paaren.
Für den Ablauf im selben WLAN nicht — öffne die Seite auf beiden Geräten, und sie erkennen sich, ganz ohne Anmeldung. Das Senden über verschiedene Netzwerke mit einem Pairing-Code erfordert die Anmeldung des Absenders; der Empfänger braucht in keinem der beiden Netzwerkmodi je ein Konto.
Nein. Es ist auf jeder Plattform eine Webseite — Windows, Linux, macOS, Android und iOS —, es gibt also nichts aus einem Store herunterzuladen und nichts aktuell zu halten.
Jener Artikel ist ein direkter Vergleich, wo AirDrop wirklich besser ist (reine Apple-Haushalte) und wo es an Grenzen stößt. Diese Anleitung ist die Schritt-für-Schritt-Version, um tatsächlich das AirDrop-ähnliche Erlebnis zu bekommen, wenn mindestens ein Gerät kein Apple-Gerät ist.
Im selben Netzwerk ja — der lokale Raum ist nicht auf zwei Geräte begrenzt, sodass mehr als ein nahes Gerät gleichzeitig empfangen kann. Der Pairing-Code-Modus fürs Senden übers Internet ist eine direkte Verbindung zwischen zwei Geräten.
Öffne Relayium auf deinem Windows-, Linux- oder Android-Gerät und auf dem Zielgerät — im selben Netz ist kein Konto nötig.
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