Relayium

Relayium vs. LocalSend: welche lokale Dateiübertragung?

Zuletzt aktualisiert: 2026-07-09

LocalSend ist eine wirklich gute, beliebte App: kostenlos, quelloffen, plattformübergreifend und dafür gebaut, Dateien zwischen Geräten im selben lokalen Netz zu übertragen — ganz ohne Server und ganz ohne Konto. Viele nutzen sie als AirDrop-ähnliches Werkzeug für Windows, Linux und Android.

Dieser Artikel vergleicht sie fair mit Relayium, das dasselbe Problem — dieselbe Netzwerkverbindung — anders löst: keine App zu installieren, läuft direkt im Browser — und geht dann weiter, indem es netzwerkübergreifend funktioniert und ein Kommandozeilen-Tool bietet, das LocalSend nicht hat.

Was LocalSend gut macht

LocalSend ist eine kostenlose Open-Source-App für Windows, macOS, Linux, Android und iOS. Einmal auf jedem Gerät installiert, entdeckt sie automatisch andere LocalSend-Instanzen im selben WLAN oder LAN über einen verschlüsselten lokalen Transport — kein Server irgendwo, keine Internetverbindung nötig, kein Konto.

Sie unterstützt Drag-and-Drop, das Senden ganzer Ordner sowie einen optionalen PIN-Schutz beim Senden in Netzwerken, denen man nicht vollständig vertraut.

Worin sich Relayium unterscheidet: nichts zu installieren, direkt im Browser

Relayium geht das gleiche Netzwerkproblem genau umgekehrt an: Statt auf jedem Gerät eine App zu installieren, öffnest du relayium.com in einem Browser, den du bereits hast. Zwei Geräte im selben Netz landen automatisch im selben Raum — der Server leitet den Raum aus dem gemeinsamen Netzwerk ab, ganz ohne Pairing-Code und ohne Konto auf beiden Seiten.

Dieser LAN-Raum fasst beliebig viele Geräte gleichzeitig, nicht nur ein Paar, und Drag-and-Drop oder Ordnerauswahl funktionieren genauso wie bei einer nativen App — nur ohne den Installationsschritt.

Über das LAN hinaus: netzwerkübergreifende Übertragung und eine CLI

LocalSend ist von Natur aus nur fürs lokale Netz gedacht — es gibt keine Möglichkeit, ein Gerät in einem anderen Netzwerk oder über das Internet zu erreichen. Relayium fügt das hinzu: Erstelle einen Pairing-Code (oder teile den daraus erzeugten Beitrittslink), und die Gegenseite verbindet sich von überall — nach Möglichkeit weiterhin direkt Peer-to-Peer.

Für einen netzwerkübergreifenden Pairing-Code muss sich der Absender anmelden; die empfangende Person braucht nie ein Konto. Jede Echtzeitübertragung — im LAN oder netzwerkübergreifend — ist auf Anwendungsebene Ende-zu-Ende-verschlüsselt: Ein X25519-Schlüsselaustausch leitet einen Schlüssel für AES-256-GCM ab, ein sechsstelliger SAS-Code lässt beide Seiten bestätigen, dass kein Server dazwischensitzt, und jede Datei wird per SHA-256-Hash geprüft. Ist eine Direktverbindung nicht möglich, transportiert ein verschlüsseltes TURN-Relay Chiffretext, den es nicht lesen kann.

Für alle, die Übertragungen zu einem Server skripten wollen, gibt es außerdem eine CLI — push/pull über SSH oder direkt zum Daemon, inkrementelle Ordnersynchronisation und Senden/Empfangen per Pairing-Code — etwas, das eine reine LAN-App nicht bietet.

Wann LocalSend die bessere Wahl ist

Wenn du überhaupt keinen Browser öffnen willst — etwa weil du Dateien in einem Netz ohne jeglichen Internetzugang bewegst, oder du einfach ein dauerhaftes App-Symbol und OS-Share-Sheet-Integration möchtest — passt LocalSends eigene App besser. Sie ist ausgereift, funktioniert im striktesten Sinn vollständig offline, und ihr PIN-Modus ist eine nette zusätzliche Schicht in Netzwerken, denen du nicht vollständig vertraust.

Funktionsvergleich auf einen Blick

Die wichtigsten Unterschiede nebeneinander:

Häufige Fragen

Muss ich etwas installieren, um Relayium im selben Netz zu nutzen?

Nein. Öffne relayium.com im Browser auf beiden Geräten, während sie im selben Netz sind — sie sehen sich automatisch, ohne App, ohne Konto, ohne Pairing-Code.

Braucht LocalSend eine Internetverbindung?

Nein — das ist eine seiner Stärken. LocalSend funktioniert vollständig über das lokale Netz, ganz ohne Server, und läuft daher auch ohne jeden Internetzugang weiter.

Kann Relayium Dateien an jemanden in einem anderen Netzwerk senden?

Ja. Erstelle einen Pairing-Code (oder teile den daraus erzeugten Beitrittslink), und das andere Gerät verbindet sich von überall — weiterhin nach Möglichkeit direkt Peer-to-Peer. Dafür muss sich der Absender anmelden, der Empfänger nie.

Ist Relayium quelloffen?

Ja, MIT-lizenziert, das vollständige Protokoll samt Code ist öffentlich unter github.com/relayium/relayium — dieselbe Art von Offenheit, die LocalSend vertrauenswürdig macht.

Welches ist privater?

Beide halten Übertragungen im selben Netz von einem öffentlichen Server fern. LocalSend sichert seinen lokalen Transport selbst. Relayium fügt zusätzlich, im LAN wie netzwerkübergreifend, einen unabhängigen Verschlüsselungskanal auf Anwendungsebene mit einem beidseitig prüfbaren SAS-Code hinzu.

Erlebe, wie sich eine Übertragung im selben Netz ohne jede Installation anfühlt — öffne die Seite einfach auf beiden Geräten.

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