Zuletzt aktualisiert: 2026-07-03
Eine Datei vom Laptop aufs Handy zu bekommen, sollte nicht bedeuten, das richtige Kabel zu suchen, sich selbst eine E-Mail zu schreiben oder etwas in eine Cloud hochzuladen und wieder herunterzuladen. Relayium bewegt die Bytes über dein eigenes WLAN direkt vom Computer aufs Handy, im Browser, ohne dass auf einer Seite etwas installiert werden muss.
Diese Anleitung zeigt den drahtlosen Weg Schritt für Schritt — im selben Netz oder netzwerkübergreifend — und vergleicht ihn dann ehrlich mit den üblichen Alternativen (USB, Bluetooth, Chat-Apps und E-Mail), damit du das passende Werkzeug wählen kannst.
Das ist der schnellste Weg: Beide Geräte sind im selben Netz, verbinden sich also direkt, und die Übertragung ist nur durch dein WLAN begrenzt. Du brauchst nichts außer einem Browser auf jedem Gerät.
Das Handy ist im Mobilfunknetz und der PC im heimischen WLAN? Kein Problem — Relayium ist darauf ausgelegt, über Netzwerke hinweg zu reichen, nicht nur im selben.
Statt automatischer Erkennung erhält der Absender einen kurzen Pairing-Code (oder einen Freigabelink). Gib den Code auf dem anderen Gerät ein, und die beiden verbinden sich direkt Peer-to-Peer, sofern die Netzwerke es zulassen. Ist ein direkter Weg unmöglich, weicht der verschlüsselte Datenstrom auf ein TURN-Relay aus — das Relay sieht nur Chiffretext, sodass die Übertragung Ende-zu-Ende-verschlüsselt bleibt. Bricht die Verbindung mittendrin ab, kann die Übertragung fortgesetzt werden, statt neu zu beginnen.
Relayium ist eine Website, es gibt also wirklich nichts zu installieren. Wenn du aber oft Dateien sendest, kannst du sie als Progressive Web App (PWA) zum Startbildschirm oder Desktop hinzufügen: Sie öffnet sich dann in einem eigenen Fenster und startet wie eine native App, während sie im Kern weiterhin nur die Webseite ist.
Nutze auf dem Handy die Option „Zum Startbildschirm hinzufügen“ deines Browsers; am Computer das Installationssymbol in der Adressleiste. Kostenlos bleibt es so oder so — Relayium ist quelloffen unter der MIT-Lizenz auf github.com/relayium/relayium und läuft unter Windows, macOS, Linux, Android und iOS.
Da eine Echtzeitübertragung deine Dateien nie auf einem Server ablegt, musst du dich um kein Upload-Kontingent kümmern. Die praktische Grenze hängt davon ab, welcher Browser empfängt.
In Chrome oder Edge streamen eingehende Daten direkt auf die Festplatte, es gibt also praktisch keine Größengrenze — Videos mit mehreren Gigabyte sind kein Problem. Firefox und Safari puffern die Datei stattdessen im Arbeitsspeicher, halte dort eine einzelne Datei also unter etwa 200 MB. Wenn du etwas Großes an ein Safari-basiertes iPhone senden musst, umgehst du die Grenze vollständig, indem du auf einem Chrome-basierten Gerät empfängst.
Drahtlos im Browser ist nicht die einzige Möglichkeit, und ehrlich gesagt hat jede Alternative ihren Platz. So schneiden die üblichen ab:
Ja. Relayium läuft im Browser unter Windows, macOS, Linux, Android und iOS, jede Kombination funktioniert also — Windows zu Android, Mac zu iPhone, Linux zu einem Handy und umgekehrt. Auf keinem Gerät muss etwas installiert werden.
Im selben WLAN verbinden sich die beiden Geräte direkt, die Geschwindigkeit hängt also von deinem lokalen Netz ab und nicht von einem Server — meist so schnell, wie dein WLAN es erlaubt. Netzwerkübergreifend hängt es von beiden Internetverbindungen ab, und Relayium weicht nur dann auf ein verschlüsseltes Relay aus, wenn keine direkte Verbindung möglich ist.
Ja. Zusätzlich zur Transportverschlüsselung des Browsers legt Relayium eine eigene Schicht darüber: Ein X25519-Schlüsselaustausch leitet einen Schlüssel für AES-256-GCM pro Block ab, und dieser Schlüssel erreicht nie einen Server. Beide Geräte zeigen denselben sechsstelligen Code (SAS), sodass du bestätigen kannst, dass niemand dazwischensitzt, und jede Datei wird per SHA-256-Hash Ende-zu-Ende geprüft.
Öffne Relayium auf deinem Computer und deinem Handy und sende deine erste Datei drahtlos — kein Kabel, keine Installation, kein Konto nötig.
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