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Relayium vs. AirDrop: eine plattformübergreifende Alternative

Zuletzt aktualisiert: 2026-07-03

AirDrop ist eine der besten Datei-Sharing-Erfahrungen, die je ausgeliefert wurden. Zwischen iPhone, iPad und Mac ist es schnell, privat und mühelos ins System integriert — Relayium tut nicht so, als würde es das auf Apples Heimterrain schlagen.

Der Haken ist die Grenze: AirDrop spricht nur mit anderen Apple-Geräten. Dieser Artikel vergleicht beide fair, erklärt, wo AirDrop wirklich besser ist, und zeigt, wo Relayium hilft — beim Senden zwischen einem iPhone und einem Windows-PC, einem Android-Handy und einem Mac oder einem Linux-Laptop und einem iPad, direkt aus dem Browser.

Was AirDrop richtig macht

AirDrop nutzt Apple Wireless Direct Link (AWDL), um zwischen zwei nahen Geräten eine Peer-to-Peer-WLAN-Verbindung aufzubauen, während Bluetooth die Erkennung übernimmt. Das Ergebnis ist schnell, direkt und funktioniert selbst dann, wenn keines der Geräte in einem Netzwerk ist — kein Router, kein Internet, kein Konto.

Es ist außerdem tief integriert: Das Teilen-Menü ist in jeder App einen Tipp entfernt, Übertragungen sind verschlüsselt, und empfangene Dateien landen automatisch am richtigen Ort. Um Fotos oder Dokumente in einem reinen Apple-Haushalt zu bewegen, ist es kaum zu schlagen.

Der Haken: AirDrop bleibt in Apples Welt

AirDrop existiert für Windows, Android oder Linux schlicht nicht. Es gibt keinen offiziellen Client und keine Interoperabilität, also ist AirDrop in dem Moment, in dem eine Seite der Übertragung kein Apple-Gerät ist, überhaupt keine Option.

Genau diese Lücke trifft die meisten: ein iPhone-Foto, das zu einem Windows-PC muss, ein Android-Video, das zu einem Mac geht, oder Dateien, die zwischen einer Linux-Workstation und einem iPad wandern. Die üblichen Umwege — ein Kabel, eine E-Mail an sich selbst oder ein Cloud-Upload und erneuter Download — sind langsamer und leiten deine Dateien über den Server eines anderen.

Wie Relayium die Lücke schließt

Relayium läuft vollständig in einem modernen Webbrowser, ohne Installation, sodass zwei beliebige Geräte, die eine Webseite öffnen können, unabhängig von der Plattform miteinander übertragen: Windows, macOS, Linux, Android und iOS arbeiten alle zusammen. Im selben WLAN öffnen beide Geräte relayium.com und erkennen einander automatisch; in verschiedenen Netzwerken verbindest du dich stattdessen mit einem kurzen Pairing-Code.

Die Übertragung selbst läuft nach Möglichkeit direkt Peer-to-Peer über WebRTC, mit einer zweiten, unabhängigen Verschlüsselungsschicht darüber: Ein X25519-Schlüsselaustausch leitet einen Schlüssel für AES-256-GCM pro Block ab, und dieser Schlüssel erreicht nie einen Server. Beide Geräte zeigen denselben sechsstelligen Prüfcode (einen Short Authentication String, SAS), sodass du bestätigen kannst, dass niemand dazwischensitzt, und jede Datei wird per SHA-256-Hash Ende-zu-Ende geprüft. Du kannst bis zu 10 Dateien pro Stapel senden, Echtzeitübertragungen brauchen kein Konto, und bricht die Verbindung ab, kann die Übertragung fortgesetzt statt neu gestartet werden.

Ehrliche Grenzen auf iPhone und iPad

Das ist der Punkt, den man offen ansprechen sollte: Große Dateien in einem mobilen Browser zu empfangen, ist nicht so geschmeidig wie natives AirDrop. Safari und Firefox puffern die eingehende Datei im Arbeitsspeicher, daher hältst du Übertragungen auf einem iPhone oder iPad am besten unter etwa 200 MB, um bequem in dem zu bleiben, was der Browser fassen kann.

Auf dem Desktop sieht es besser aus: Chrome und Edge können direkt auf die Festplatte streamen, was die Größenbegrenzung ganz aufhebt, sodass große Dateien fließen, ohne den Speicher zu füllen. Ist eine Direktverbindung unmöglich, weicht der verschlüsselte Datenstrom auf ein TURN-Relay aus, das nur Chiffretext sieht, sodass es Ende-zu-Ende-verschlüsselt bleibt. Es gibt außerdem einen optionalen Modus mit gespeichertem Download-Link — der Browser verschlüsselt die Dateien mit AES-256-GCM, und der Schlüssel liegt nur im URL-Fragment, sodass der Server Zero-Knowledge-Chiffretext hält, den er nicht lesen kann; das Erstellen eines solchen Links erfordert die Anmeldung des Absenders, Echtzeitübertragungen nicht.

AirDrop vs. Relayium auf einen Blick

Die wichtigsten Unterschiede nebeneinander:

Häufige Fragen

Gibt es ein AirDrop für Windows?

Nein — AirDrop ist Apple-Geräten vorbehalten und hat keinen Windows-Client. Relayium ist die plattformübergreifende Alternative: Es läuft in jedem Browser, sodass ein Windows-PC genauso leicht an ein iPhone oder Mac sendet und von ihm empfängt wie zwischen zwei Apple-Geräten.

Wie sende ich eine Datei von einem iPhone an einen Windows-PC?

Öffne relayium.com in einem Browser auf beiden Geräten. Im selben WLAN erkennen sie einander automatisch; sonst gibst du den auf einem Gerät angezeigten Pairing-Code im anderen ein. Wähle bis zu 10 Dateien, prüfe, ob der sechsstellige Code auf beiden Bildschirmen übereinstimmt, und die Übertragung läuft direkt zwischen ihnen.

Muss ich eine App installieren?

Nein. Relayium ist eine Webseite — auf keinem Gerät und keinem Betriebssystem ist etwas zu installieren. Es ist kostenlos und quelloffen unter der MIT-Lizenz auf github.com/relayium/relayium, sodass du es prüfen oder eine eigene Instanz betreiben kannst.

Übertrage zwischen Apple und allem anderen — keine Installation, für Echtzeitübertragungen kein Konto nötig.

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