Dateien vom PC drahtlos aufs Handy senden — ohne Kabel, ohne App
Zuletzt aktualisiert: 2026-08-07
Eine Datei vom Laptop aufs Handy zu bekommen, sollte nicht bedeuten, das richtige Kabel zu suchen, sich selbst eine E-Mail zu schreiben oder etwas in eine Cloud hochzuladen und wieder herunterzuladen. Relayium bewegt die Bytes über dein eigenes WLAN direkt vom Computer aufs Handy, im Browser, ohne dass auf einer Seite etwas installiert werden muss.
Diese Anleitung zeigt den drahtlosen Weg Schritt für Schritt — im selben Netz oder netzwerkübergreifend — und vergleicht ihn dann ehrlich mit den üblichen Alternativen (USB, Bluetooth, Chat-Apps und E-Mail), damit du das passende Werkzeug wählen kannst.
Im selben WLAN vom PC aufs Handy senden
Bevor du anfängst
- Computer und Handy im selben WLAN, und der Router trennt seine Clients nicht voneinander. Wie die Einstellung heißt, steht im Hinweis unter der Geräteliste: „AP-Isolierung / Client-Isolierung“.
- Auf beiden ein Browser, mit der Seite über https://relayium.com/ geöffnet. Verschlüsselte Übertragung braucht HTTPS, und über einfaches http:// sagt die Seite das, statt Geräte aufzulisten.
- Der Tab auf dem Handy bleibt während der ganzen Übertragung vorn. Relayium fordert eine Bildschirm-Wake-Lock an, wo der Browser eine anbietet — das deckt den abschaltenden Bildschirm ab, nicht den Wechsel in eine andere App, und ein Handy-Browser kann einen Tab im Hintergrund ausbremsen oder einfrieren.
- Für eine Übertragung im selben Netz braucht keines der Geräte ein Konto. Anmelden muss sich nur die sendende Seite, und nur wenn beide in verschiedenen Netzen sind und ein Pairing-Code erzeugt werden muss.
Das ist der schnellste Weg: Beide Geräte sind im selben Netz, verbinden sich also direkt, und die Übertragung ist nur durch dein WLAN begrenzt. Du brauchst nichts außer einem Browser auf jedem Gerät.
Öffne am Computer die Übertragungsseite in einem beliebigen modernen Browser (Chrome, Edge, Firefox oder Safari).
https://relayium.com/Öffne dieselbe Seite auf dem Handy und vergleiche dann die öffentliche IP in der Statuszeile auf beiden Bildschirmen. Eine übereinstimmende Adresse steckt die beiden Geräte in einen Raum — ein Handy, das still auf Mobilfunk geblieben ist, zeigt eine andere.
Verbunden · dieses Gerät Pixel · öffentliche IP 203.0.113.9Suche am Computer das Handy unter „Geräte in der Nähe“, klicke seine Karte an und drücke „Arbeitsbereich öffnen“. In einem aktuellen Browser ist das die einzige Aktion, die die Karte anbietet, denn Dateien, Ordner und Nachrichten laufen danach alle über die eine verschlüsselte Verbindung, die sie öffnet. Dateien direkt auf diese Karte zu ziehen sendet sie auch ohne diesen Schritt.
Der Arbeitsbereich tritt an die Stelle der Karte. Gesendet wird mit den Bedienelementen unter seiner Kopfzeile: „Dateien senden“ für einen Stapel von bis zu 1.000 Dateien, „Ordner senden“ für einen ganzen Baum, wo der Browser die Ordnerauswahl anbietet, oder tippe ins Nachrichtenfeld — „Enter für neue Zeile · ⌘/Ctrl+Enter zum Senden“ — und drücke „Senden“.
Lies auf dem Handy die Zeile unter der Anfrage, bevor du annimmst — sie sagt, ob der Browser nach dem Speicherort fragt oder direkt in seinen Download-Ordner schreibt —, drücke dann „Annehmen“ und lass diesen Tab vorn, bis der Dateizähler die letzte Datei des Stapels erreicht. Wer vor dem ersten Byte einen Verifizierungscode (SAS) vergleichen will, schaltet vor dem Start auf beiden Geräten „Erweiterte Verifizierung“ ein — standardmäßig aus, und hinzu kommt ein Vergleich samt Zustimmungsschritt, nicht die Verschlüsselung.
So sieht eine fertige Übertragung aus
Die Karte des Handys ist dann verschwunden — der Arbeitsbereich hat ihren Platz übernommen —, also liest du den Zustand an der Kopfzeile des Arbeitsbereichs ab: das verbundene Gerät, ein Verbindungszustand „Verbunden“ und ein einziges Pfad-Abzeichen mit „LAN direkt“. Der Dateizähler endet auf beiden Bildschirmen bei der letzten Datei des Stapels.
Danach prüfst du die Datei, nicht die Seite. Wo sie landet, entscheidet der Browser des Handys: Chrome und Firefox unter Android legen sie in ihre eigene Download-Liste — chrome://downloads beziehungsweise about:downloads —, Safari unter iOS in den Download-Ordner, den du in der Dateien-App öffnen kannst.
Verbunden mit Pixel · Verbunden · LAN direkt
Datei 1/1- Ein Raum im selben Netz fasst jedes Gerät, das die Seite aus diesem Netz geöffnet hat — ein Tablet oder ein zweiter Laptop neben dem Handy ist also normal.
- Die Grenze von 1.000 Dateien gilt pro Stapel, nicht pro Sitzung: ein sehr großer Baum geht in mehreren Ablagen hinüber, ohne die Verbindung neu aufzubauen.
Wenn das Handy nicht auftaucht oder die Übertragung stehen bleibt
Meist ist es das Handy, das sich erklärt: Es ist in einem anderen Netz als gedacht, sein Tab ist in den Hintergrund gerutscht, oder sein Browser kann nicht halten, was von ihm verlangt wird. Das sind die üblichen ersten Prüfungen und nicht die ganze Liste, und für jede gibt es etwas auf dem Bildschirm, das sie entscheidet, statt etwas zu raten.
Symptom, Prüfung, Lösung
- Das Handy erscheint am Computer nie unter „Geräte in der Nähe“.
https://relayium.com/ # die öffentliche IP in der Statuszeile auf beiden Bildschirmen vergleichenZwei verschiedene öffentliche IP-Adressen bedeuten zwei Räume. Ein Handy, das still auf Mobilfunk geblieben ist, ist ein häufiger Grund; ein VPN oder iCloud Private Relay, das es über eine andere Adresse hinausschickt, ein weiterer — und sie sind nicht die einzigen. Wenn du sie ändern willst: ins WLAN wechseln, das VPN trennen oder Private Relay für dieses eine Netz ausschalten, dann https://relayium.com/ auf dem Handy neu laden. Willst du sie lieber anlassen, erreicht ein Pairing-Code auf https://relayium.com/cross-network das Handy, ohne eine der beiden Einstellungen anzutasten, und ist genauso Ende-zu-Ende verschlüsselt.
- Beide Geräte zeigen dieselbe öffentliche IP, und die Karten erscheinen trotzdem nicht.
https://relayium.com/ # der Hinweis unter der Geräteliste nennt die Router-EinstellungDer Router trennt seine eigenen Clients, was Gast- und Hotel-WLANs oft von Haus aus tun. Schalte „AP-Isolierung / Client-Isolierung“ aus, oder nimm einen Pairing-Code auf https://relayium.com/cross-network, wenn der Router nicht dir gehört.
- Die Übertragung startet und bleibt dann stehen oder scheitert, nachdem du auf dem Handy die App gewechselt hast.
https://relayium.com/ # auf dem Handy muss der Relayium-Tab der vorderste seinEin Handy-Browser kann einen Tab im Hintergrund ausbremsen oder einfrieren, und solange er das tut, bewegt sich kein Byte. Relayiums Stillstandswächter gewährt nach der Rückkehr in den Vordergrund ein frisches Zeitfenster statt sofort abzubrechen, aber die Lösung ist, den Tab vorn zu lassen — die Wake-Lock, die Relayium anfordert, deckt nur den abschaltenden Bildschirm ab und verschafft keine Ausführung im Hintergrund, und ältere Safari- und Android-Versionen bieten überhaupt keine an.
- Vor dem Annehmen warnt das Handy, es müsse den ganzen Stapel im Speicher halten.
chrome://downloads # in Chrome; Edge hat edge://downloads und Firefox about:downloadsHandy-Browser haben keine File System Access API, der Stapel wird dort also im Speicher zusammengesetzt, und ab etwa 256 MiB warnt Relayium. Diese Zahl ist eine vorsichtige Warnschwelle und keine harte Grenze: schicke weniger Dateien auf einmal, oder schicke die große Datei in die andere Richtung, in ein Chrome oder Edge am Computer, das sie direkt auf die Platte streamt. Was tatsächlich ankam, prüfst du in der Download-Liste des empfangenden Browsers — chrome://downloads in Chrome, edge://downloads in Edge, about:downloads in Firefox.
- Über Netzwerkgrenzen hinweg wird der Pairing-Code abgelehnt, den das Handy eintippt.
https://relayium.com/cross-network # die Pairing-Karte zeigt den Countdown und eine Relay-AbsageEin Pairing-Code lebt fünf Minuten, und ein Konto braucht nur das Gerät, das ihn erzeugt hat. Erzeuge einen frischen und tippe ihn gleich ein. Steht auf der Karte, dass ein Relay nur an verifizierte Konten geht, dann bestätige zuerst im Kontobereich die E-Mail-Adresse der sendenden Seite — der Ablauf im selben Netz weiter oben ist davon unberührt.
Über verschiedene Netze: Pairing und Relay
Der Server erzeugt genau sechs Dezimalziffern (0–9, auch mit führender Null). Der Absender meldet sich an, um den Code zu erstellen; wer per Code, Link oder QR beitritt, braucht kein Konto. Neue Beitritte sind fünf Minuten lang möglich; eine bereits verbundene Übertragung endet nicht mit dem Countdown.
Über Netzwerkgrenzen hinweg nutzen Browser planmäßig ein verschlüsseltes TURN-Relay, statt zuerst einen direkten Weg zu versuchen. Der Schlüssel bleibt auf den beiden Geräten; das Relay leitet daher nur Ende-zu-Ende-verschlüsselten Chiffretext weiter, kann die Dateien nicht lesen und behält weder eine Echtzeit-Inhaltskopie noch einen Verlauf.
Wie eine App installieren (optionale PWA)
Relayium ist eine Website, es gibt also wirklich nichts zu installieren. Wenn du aber oft Dateien sendest, kannst du sie als Progressive Web App (PWA) zum Startbildschirm oder Desktop hinzufügen: Sie öffnet sich dann in einem eigenen Fenster und startet wie eine native App, während sie im Kern weiterhin nur die Webseite ist.
Nutze auf dem Handy die Option „Zum Startbildschirm hinzufügen“ deines Browsers; am Computer das Installationssymbol in der Adressleiste. Kostenlos bleibt es so oder so — Relayium ist quelloffen unter der AGPL-3.0-Lizenz auf github.com/relayium/relayium und läuft unter Windows, macOS, Linux, Android und iOS.
Große Dateien: was dein Browser bewältigt
Da eine Echtzeitübertragung deine Dateien nie auf einem Server ablegt, musst du dich um kein Upload-Kontingent kümmern. Die praktische Grenze hängt davon ab, welcher Browser empfängt.
Ein Browser mit der File System Access API — Chrome oder Edge auf dem Desktop — streamt eingehende Daten direkt auf die Festplatte, es gibt also praktisch keine Größengrenze; Videos mit mehreren Gigabyte sind kein Problem. Firefox, Safari und sämtliche Handy-Browser haben diese API nicht, dort sammelt sich der Empfang stattdessen im Arbeitsspeicher, und ab etwa 256 MB warnt Relayium dich, bevor du annimmst. Nimm das als bewusst vorsichtige Schätzung und nicht als harte Grenze — ein Handy-Tab dieser Größe holt sich das Betriebssystem leicht zurück, und der tatsächliche Knackpunkt verschiebt sich mit Arbeitsspeicher, Betriebssystem und Zahl der offenen Tabs. Da hier das Handy empfängt, schickst du etwas sehr Großes besser in die andere Richtung — an ein Chrome oder Edge am Desktop, das es auf die Festplatte streamen kann.
Andere Wege vom PC aufs Handy (und ihre Grenzen)
Drahtlos im Browser ist nicht die einzige Möglichkeit, und ehrlich gesagt hat jede Alternative ihren Platz. So schneiden die üblichen ab:
- USB-Kabel: zuverlässig und schnell, aber du brauchst das richtige Kabel, und der Dateizugriff vom Handy zum PC kann fummelig sein (besonders iPhone zu Windows). Es ist kabelgebunden, nicht drahtlos.
- Bluetooth: wirklich kabellos, aber langsam — schon ein paar große Fotos können Minuten dauern, und für Videos oder große Stapel ist es unpraktisch.
- Chat-Apps oder E-Mail an sich selbst (WhatsApp, Telegram, Mail): praktisch, wenn schon geöffnet, aber die meisten haben Größenbeschränkungen, komprimieren Fotos womöglich neu und leiten deine Dateien über einen fremden Server, statt sie privat zu halten.
- Relayium: drahtlos, ohne Installation, im selben Netz ohne Konto (nur der Absender meldet sich für Pairing über Netzwerke hinweg an), ohne Neukomprimierung (byteweise mit SHA-256-Integritätsprüfung je Datei) und Ende-zu-Ende-verschlüsselt mit einem Verifizierungscode, den du selbst kontrollieren kannst.
Häufige Fragen
Funktioniert das auch mit Mac und Android, nicht nur Windows und iPhone?
Ja. Relayium läuft im Browser unter Windows, macOS, Linux, Android und iOS, jede Kombination funktioniert also — Windows zu Android, Mac zu iPhone, Linux zu einem Handy und umgekehrt. Auf keinem Gerät muss etwas installiert werden.
Wie schnell ist die Übertragung?
Im selben WLAN verbinden sich die beiden Geräte direkt, die Geschwindigkeit hängt also von deinem lokalen Netz ab und nicht von einem Server — meist so schnell, wie dein WLAN es erlaubt. Netzwerkübergreifend läuft die Übertragung von vornherein über ein verschlüsseltes TURN-Relay, hängt also von beiden Internetverbindungen plus diesem zusätzlichen Sprung ab; dafür hängt die Verbindung nicht davon ab, einen direkten Pfad durch die NATs und Firewalls dazwischen zu finden — die einen solchen Pfad verhindern können.
Ist es sicher, Dateien so zu senden?
Ja. Zusätzlich zur Transportverschlüsselung des Browsers legt Relayium eine eigene Schicht darüber: Ein X25519-Schlüsselaustausch leitet einen Schlüssel für AES-256-GCM pro Block ab, und dieser Schlüssel erreicht nie einen Server. Stimmen die sechsstelligen Codes (SAS) beider Geräte überein, bestätigt das, dass die Schlüssel nicht ausgetauscht wurden: Ein Server oder Relay hat sich weder als einer der Endpunkte ausgegeben noch die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Anwendungsschicht beendet. Netzwerkübergreifend bleibt das TURN-Relay im Übertragungspfad, leitet aber nur Chiffretext weiter, den es nicht entschlüsseln kann. Jede Datei wird außerdem per SHA-256-Hash Ende-zu-Ende geprüft.
Öffne Relayium auf deinem Computer und deinem Handy und sende deine erste Datei drahtlos — kein Kabel, keine Installation, im selben Netz kein Konto nötig.
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